Wer ich bin und warum ich das mache

Hallo, ich bin Ute

Sicher möchtst Du wissen, wie ich dazu komme, zu machen was ich mache.

 

Auf Angstfrei-Coaching habe ich mich spezialisiert, weil ich das alles vor langer Zeit selbst erlebt habe. Ängste im Sattel haben auch mich viele Jahre beim Reiten eingeschränkt. Ich weiss genau, wie sich das anfühlt.

 

Meine Suche nach einer Lösung war ein langer Weg. Nun gebe ich mein Wissen weiter an die, denen es genauso geht wie mir einst. 

 

Heute arbeite ich mit meinen Kundinnen ganz genau so, wie ich mir damals Hilfe für mich selbst gewünscht hätte und ich freue mich riesig auf alle, die ich auf diesem bereichernden Entwicklungs-Weg mit ihrem Pferd begleiten darf.

Meine Reise

Zu meinem 7. Geburtstag bekam ich von meinen Eltern die ersten Reitstunden geschenkt. Das war 1975. Ich startete in einer konventionellen Reitschule. Gleich in der ersten Longen-Stunde stieg der riesige Warmblutschimmel und ich fiel runter. Die Reitlehrerin schrie mich an, ich bekam Angst und fühlte mich völlig überfordert.

 

Rückwirkend betrachtet wurde direkt hier der Grundstein für meine spätere Unsicherheit und die Befürchtungen gelegt, die mich einige Jahrzenhnte lang beim Reiten beeinträchtigten.

 

20 Jahre lang ritt ich Schulpferde und suchte mir, wenn es möglich war, immer die liebsten und ruhigsten Pferde aus. Die mutigste Reiterin war ich nämlich noch nie.


Mit 28 Jahren konnte ich mir endlich meinen Traum vom eigenen Pferd erfüllen. Damals verliebte ich mich in einen Amerikanischen Appaloosa-Jährling, Blue, und kaufte ihn. Ab dann verbrachte ich fast meine gesamte Freizeit mit ihm. Ich hatte einen netten kleinen Offenstall gebaut, das Pferd meiner Freundin zog bei uns ein, wir versorgen liebevoll unsere Pferde, gingen mit ihnen spazieren, übten am Jungpferde-ABC, machten altersgerechte Bodenarbeit. Oft saß ich einfach nur auf der Wiese oder im Stall und sah meinem Pferdchen beim Fressen oder dösen zu.

Als Blue 4 Jahre alt war, fing ich an, ihn an den Sattel und an mein Gewicht zu gewöhnen und ritt ihn auch selbst an. Eigentlich hatten wir nie größere Probleme. Und obwohl ich nie die mutigste Reiterin war, hatte ich Blue nach ein paar Jahren zu einem verlässlichen, unerschrockenen und rittigen Geländepferdchen ausgebildet, auf dem ich mich sicher fühlen konnte. Blue war ein so unglaublich verlässliches Pferdchen. Wenn ich unsicher wurde, blieb er einfach stehen und wartete auf eine Entscheidung von mir. Das dürfte wohl der Traum aller Reiter mit Ängsten sein.

In den Jahren mit Blue hatte ich viel mit und von ihm gelernt und dachte, meine alten Unsicherheiten und Ängste beim Reiten hätten sich nun von selbst in Luft aufgelöst.

Nun traute ich mir ein zweites Pferd mit etwas mehr Pep zu. Ein Spanier sollte es werden, denn ich begann mich für die klassisch-barocke Reitweise zu interessieren, bei der Blue relativ schnell an seine Grenzen kam.


Mein zweites Pferd - meine größte Herausforderung

Der pfiffige Spanier

9 Jahre später kaufte mir also den lieben, aber schwierigen spanischen Hengst "Kan". Er war gerade angeritten und durch seinen Vorbesitzer leider schon ordentlich verdorben, und auch am Boden hatte er einige sehr gefährliche Angewohnheiten...

Wenn er z. B. andere Pferde sah, musste er die ganze Umgebung von seiner Anwesenheit in Kenntnis setzen und krähte lauthals umher. Leider hatte er die Korrektur seines Vorbesitzers (Rückwärtsrichten) falsch verknüpft, und schoß deswegen direkt beim ersten wiehern sofort unkontolliert rückwärts, egal, was sich hinter ihm befand. Das war wirklich sehr gefährlich.

Viele Stallkollegen machten damals einen großen Bogen um meinen Neuzugang. Der Reitplatz und der Hof gehörten uns meistens ganz alleine....

Diese Angewohnheit konnte ich zum Glück in wenigen Wochen durch eine Musterunterbrechung abtrainieren. Nach diesem Erfolg war ich mir sicher, auch im Sattel ein gutes Team mit ihm werden zu können.

Mein damals 5-jähriger Kan nach wenigen Monaten unter dem Sattel. Er war mein bester Lehrmeister...

Allerdings war Kan auch ansonsten sehr viel elektrischer und temperamentvoller als Blue. Alleine durch seine wohl rassebedingt viel höhere Körperspannung, die ich von Blue nicht kannte, fühlte ich mich oft verunsichert und wurde ganz schnell in die Vergangenheit zurück katapultiert. Und damit ging meine Entwicklungsreise gezwungenermassen ganz unerwartet weiter...

Nach einer Weile begann Kan, in der oberen rechten Ecke vom Reitplatz Gespenster zu vermuten und erschreckte sich dort regelmäßig. Ich erschreckte mich mit und wartete beim Reiten in Richtung Ecke schon auf den nächsten Satz, der dann natürlich auch kam. Nun wurde ich noch unsicherer, zumal seine Reaktionen sehr viel temperametvoller ausfielen, als ich sie von Blue gewohnt war.

Bald entdeckte er auch Gespenster in der oberen linken Ecke. Irgendwann ritt ich gar nicht mehr in den oberen Teil, so dass unser Reitplatz immer kleiner wurde und sich unser Training hauptsächlich auf der unteren Hälfte abspielte...

Aber auch hier wurde Kan immer schreckhafter.

Er machte Kehrtwendungen, wollte weglaufen und/oder fing an zu bocken. Ich entwickelte einen Abspring-Reflex und stand mehrmals mitten im Training so schnell neben dem Pferd, dass ich gar nicht mehr wusste, wie ich dort eigentlich hingekommen war.

 

Auch im Gelände machten mir sein Temperament und seine überschäumenden Reaktionen Angst. Immer öfters stieg ich ab und führte ihn durchs Gelände, weil ich Angst bekam, die Kontrolle über ihn zu verlieren.

 

Es frustrierte mich extrem, dass ich ihn einfach nicht richtig reiten konnte. Ich nahm mir jeden Tag Dinge vor, die ich trainieren wollte, und warf sie kurz vorher wieder über den Haufen. Ich suchte Ausflüchte, vertrödelte viel Zeit mit Stallarbeit, so dass Reiten oft nicht mehr drin war, war froh, wenn es regnete oder ich lange arbeiten musste und damit eine Ausrede hatte.

Außerdem war es mir sehr peinlich, denn ich hatte den Eindruck, dass ich in unserem Stall die Einzige war, die ein solches Problem mit ihrem Pferd hatte.

 

Wenn ich ihn nicht ritt war ich mir sicher, dass ich meinem Pferd gewachsen war. Wenn ich jedoch im Sattel saß, traute ich mir viel weniger zu und konnte manchmal nicht mehr souverän reagieren.

Immer öfters hatte ich das Gefühl, auf Kan in einem mentalen Korsett zu sitzen, dass mich lähmte und einschränkte.

Heute habe ich verstanden, warum das so war.


Auf der Suche nach einer Lösung

Kopfkarussell

Ich las unzählige Bücher über Gymnastizierung auf dem Platz und im Gelände, Longenarbeit, Bodenarbeit, "was mein Pferd mir sagen will", "warum ich angeblich genau dieses Pferd brauche", Bücher über Mentaltraining, Angstbewältigung, verschiedene Reitweisen, Dominanz im Sattel, Dominanz vom Boden, optimale Fütterung, probierte andere Gebisse, kaufte neue, teure Sättel, ausgetüftelte Steigbügel gegen Hängenbleiben, nahm an Kursen teil, stellte mehrfach das Futter um, versuchte es mit anderen Reitweisen.

 

Ja, sogar den Stall habe ich gewechselt. Denn ich hatte gehofft, mit einer Reithalle würde es besser werden...  Natürlich hat das alles nicht funktioniert. Mein Kopf platzte fast von der ganzen Lektüre und dem vielen Input, die mich immer nur ein, zwei Mini-Schrittchen voran und wieder einen zurückbrachte. Immer öfter wurde ich ungerecht zu meinem Pferd, hatte immer weniger Lust, ihn überhaupt noch zu reiten, war traurig und sehr frustriert gleichzeitig.

Dazu kam das dauerhaft schlechte Gewissen gegenüber meinem Pferd, das ja einfach nur ein Pferd mit seinen Instinkten war und nichts dafür konnte.

Trotz der vielen Bücher, Kurse, Trainer und des ganzen angehäuften Equipments kam ich nicht weiter und fühlte mich mit meinem Problem irgendwie ziemlich alleine gelassen.

Ich wünschte mir jemanden, der mir einen roten Faden an die Hand gab und mich durch dieses Problem durchführte. Einen Coach oder einen Reitlehrer, der mich mit meinem Problem verstand und es ernst nahm, eine individuelle Lösung für mich und mein Pferd fand und mir die richtigen Schritte in der passenden Reihenfolge zeigte.


Neue Wege

Seit 1998 war ich für über 20 Jahre als Huforthopädin selbständig und hauptberuflich tätig. Ich habe Pferde von Eisen umgestellt aufs Barhuflaufen, habe sie mit Hufschuhen ausgestattet und Kunststoffbeschläge aufgenagelt.

Durch meine 20-jährige Arbeit mit nicht immer kooperativen Huf-Patienten habe ich extrem viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen Pferden angesammelt, was sich natürlich auch auf meine heutige Arbeit auswirkt und sie abrundet, da mir zu jedem Problem mindestens eine Lösungsmöglichkeit einfällt. Ich bin sehr dankbar für all die Erfahrungen und das viele Wissen, das ich mir diese lange Zeit beschert hat.

Viele meiner damaligen Kundinnen hatten Pferde, die sie nur selten oder gar nie ritten. Irgendwann fiel mir auf, dass weitaus mehr Reiterinnen ebenfalls unsicher beim Reiten waren und Ängste hatten, als ich dachte.

Meine Erkenntnis

Sicheres Reiten beginnt in Deinem Kopf und nirgendwo anders!

Nachdem ich eine Menge Geld und viele Jahre Zeit in die falschen Hilfsmittel investiert hatte, war irgendwann endlich der Groschen gefallen:

Hör auf, darauf zu warten, dass Du Dich im 3. Sattel sicherer fühlst, die 5. Reithose mehr Haftung hat als die 4., dass Du mit dem teuren anatomisch korrekteren Gebiss Dein Pferd besser kontrollieren kannst, dass das neues Spezialfutter ein unerschrockenes Pferd aus Deinem macht.

Es ist in diesem Zusammenhang auch völlig egal, ob Du Western, klassische Dressur oder Légéreté reitest und die korrekte Ausrüstung dafür hast oder wie super die Bodenarbeit und die zirzensischen Lekionen klappen.

Habe ich alles ausprobiert...

Dein Pferd spiegelt Dich und reagiert auf Deine innere Einstellung, Deine Atmung, Deine Ausstrahlung, Deine Körperspannung. Und die hängen von DEINEN GEDANKEN ab.

Nur: wie setze ich das um? Wie kann ich mein Kopfkino abstellen, ruhig bleiben und meine Gedanken ändern? Und was kann ich gegen die Angst vor einem Reitunfall tun?

Leider fand ich niemanden, der mir hier wirklich weiterhelfen konnte.

Mein zweiter Herzens-Beruf kam in mein Leben

Auf der Suche nach einer Lösung für mich und mittlerweile auch für andere machte ich über mehrere Jahre psychologische Seminare, Kurse und Aus- und Fortbildungen.

Heute bin ich Mentaltrainerin, systemische psychologische Beraterin, NLP-Praktitioner und wingwave-Coach und bin auf die Neutralisierung von Ängsten spezialisiert.

Ich begann, auch anderen Reiterinnen bei ihren Problemen zu helfen.  Damals kamen viele meiner Huf-Kundinnen zu mir in in mein Coaching-Studio, während ich sie zusätzlich vor Ort auf ihrem Pferd mental trainierte und mit wingwave coachte.

Nach und nach habe ich einen logischen und unkomplizierten Coachingprozess entwickelt, wie man Gedanken auf das Ergebnis (ein entspanntes, gehorsames, konzentriertes Pferd) fokussieren kann, damit gleichzeitig dem Kopfkino keinen Raum mehr für Katastrophen-Vorstellungen gibt bzw. das Kopfkino einfach abstellen kann, und durch Beziehungsarbeit mit dem Pferd die Bindung und das gegenseitige Vertrauen stärkt.

"Sicher im Sattel" wurde geboren

Mittlerweile kenne ich die Abkürzung

Ich entwickelte mein Angstfrei-Coching immer weiter und merkte mit den Jahren, dass einige Coachings, spezielle Übungen und gewisse Abläufe in einer bestimmen Reihenfolge besonders effektiv sind und meine Kunden am schnellsten voranbrachten.

 

Mit der Zeit entdeckte ich Möglichkeiten, wie ich auch auf Entfernung sehr zuverlässig helfen konnte, so daß das Coaching direkt auf dem Pferd und Kundenbesuche bei mir im Studio unnötig wurden und Entwicklung zudem auf diese Weise sogar noch schneller möglich war, so dass ich seitdem das Coaching nur noch online anbiete, was für meine Kundinnen den weiteren Vorteil hat, dass sie keine Anfahrtswege haben und bequem mit mir von zu Hause aus arbeiten können.

 

Meinen Beruf als Huforthopädin habe ich 2018 aufgegeben und arbeite seitdem ausschließllich als psychologischer Coach.

 

Inzwischen habe ich hunderten Reiterinnen geholfen, Ängste aufzulösen, wieder Spaß mit ihrem Pferd zu haben und sich und ihm mehr zuzutrauen. Noch immer freue ich mich riesig, meine Kundinen bei dieser schönen, bereichernden Entwicklungs-Reise begleiten zu dürfen.

Du möchtest auch etwas verändern?

Ich freue mich auf Dich!


Martina mit ihrem Nemo



Was ich sonst noch mache

Natürlich helfe ich nicht nur Reiteren dabei, ihre Ängste im Sattel zu überwinden.

Angstfrei leben

Ich helfe auch Menschen mit unterschiedlichsten Ängsten und mentalen Blockaden im Alltag, wie Angst vor dem Zahnarzt, dem Fliegen oder Reisen, vor Prüfungen, Höhenangst, Ängste vor Hunden oder vor bestimmten anderen Situationen.

Albträume stoppen

Die meisten Menschen wissen nicht, dass es möglich ist, immer wiederkehrende Albträume zu stoppen, die Ursache zu verarbeiten und wieder zu einem ruhigen und erholsamen Schlaf zu finden.

Konflikte lösen - mit sich selbst und Anderen ins Reine kommen

Beinahe jeder Mensch kommt irgendwann an einen Punkt, wo er das Gefühl hat, etwas in seinem Leben ist aus den Fugen geraten.

Sei es im Berufsleben, in der Partnerschaft, oder in der Familie. Ein neutraler "Blick von oben" auf die Situation kann hier sehr hilfreich sein. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet tauchen neue Möglicheiten und auf. Sehr oft kann man mit kleinem Aufwand eine ganze Menge verändern.

Denn wenn wir unser Verhalten oder auch nur unsere innere Haltung dem Anderen oder uns selbst gegenüber ein kleines bischen ändern, kommt das beim Anderen an und er verändert sich automatisch mit.

Hier erfährst Du mehr: