Das Mindset - Die tiefen inneren Überzeugungen

Wie geht es Dir auf Deinem Pferd? Vertraust Du ihm?

Woran denkst Du, wenn Du aufsteigst? Freust Du Dich schon auf den schönen Ausritt?

Vertraust Du Deinen reiterlichen Fähigkeiten und fühlst Dich sicher, weil Dein Pferd zuverlässig ansprechbar und von Dir gut kontrollierbar ist?

 

Oder erwartest Du stattdessen unkalkulierbare Störungen, ein abgelenktes Pferd, das Dich ausblendet, ignoriert und Dir nicht mehr zuhört, wie Du die Kontrolle verlierst und Dein Pferd kopflos davonrennt?

 

Je öfters Du diese inneren Bilder und Gedanken erlebst, desto realer werden sie vermutlich für Dich und desto wahrscheinlicher wird es sich für Dich anfühlen, dass Du ein solches Desaster tatsächlich erleben wirst.

 

Mit diesen Gedanken wird Reiten mit der Zeit für Dich gefühlt immer bedrohlicher werden.

Das Mindset - Unser "Autopilot"

Unser Mindset ist unsere Denke, unsere tiefe innere Überzeugung von dem, was wir von der Welt und vom Leben zu erwarten haben, das, was wir glauben, wert zu sein, bzw. meistern zu können, mentale, seelische Persönlichkeitseigenschaften und unsere aus all dem resultierenden Verhaltensmuster.  Auch unser Selbstbild und unser Selbstbewusstsein sind ein Teil unseres Mindsets. Ebenso die Ausrichtung unserer Gedanken.

 

Diese Überzeugungen und Prozesse sind uns meist nicht wirklich bewusst.

Dennoch - oder gerade deswegen - haben sie einen enormen Einfluss auf unser Verhalten, auf das, was wir uns zutrauen, also in unser Leben lassen, und auf unsere Reakionen darauf, manchmal erzeugt es gewisse Vorlieben und Abneigungen, ohne dass wir es begründen könnten.

Unser Mindset lenkt uns quasi aus der Tiefe.



Innere Bilder

Innere Bilder von der Zukunft sind wie eine glaubwürdige Vorschau auf die kommenden Ereignisse des Lebens. Sie beeinflussen unsere Erwartung, die innere Haltung, unsere Handlungen und unsere Ausstrahlung.

Gedanken an einen möglichen Sturz oder Unfall werden eine verstärkte Achtsamkeit, eine höhere Körperspannung, eine flachere Atmung und eine festere Zügelführung erzeugen. Das bereits kann wiederum das Pferd in dauer-alarmbereitschaft versetzen. Ausserdem ist man mit diesen Gedanken und Gefühlen mental so blockiert, dass man in einer Gefahrensituation nicht mehr rationell entscheiden und neutral handeln kann.

 

Im Gegensatz dazu erzeugt die Freude auf einen schönen harmonischen Ausritt mit Vertrauen in das Pferd und in die eigenen Fähigkeiten Entspannung, signalisieren dem Pferd Sicherheit und machen dem Reiter den Kopf frei, so dass man sogar in einer bedrohlichen Situation handlungsfähig bleiben kann.

Stolpersteine

Wahrscheinlich gelingt es Dir zum jetzigen Zeitpunkt nicht, in Deiner Vorstellung auch nur 2 km störungsfrei durchs Gelände zu reiten oder 10 Minuten entspannt in der Bahn in allen Gangarten zu arbeiten, richtig?

 

...Wie soll es dann in der Realität funktionieren, wo doch unser Kopf mit den Gedanken die "Schaltzentrale" ist?

 

Ich nehme an, die Störfaktoren aus Deiner Vorstellung beeinflussen Dich auch auf dem Pferd. Vermutlich wirst Du entweder schon vor dem Aufsteigen oder während des Reitens unschöne innere Bilder oder das Gefühl einer Vorahnung haben von einem sich erschreckenden und möglicherweise steigenden oder durchgehenden Pferd...

Dabei wird Dir sicher mulmig und Du wirst nicht so locker auf Deinem Pferd sitzen oder so klar reagieren können, wie Du das könntest, wenn Du Dich einfach auf einen schönen Ausritt freuen würdest.

Spezifische Gedankenschulung und Mindset-Training

Um sich wieder sicher zu fühlen und auch in einer brezligen Situation klar und punktgenau reagieren zu können ist es unumgänglich, das eigene Mindset zu überprüfen, negativ behaftete Aspekte zu korrigieren und mit einer neuen, positiven Betrachtungsweise zu belegen.

 

Natürlich ist es parallel dazu genauso wichtig, Strategien zu entwickeln, um  im Falle eines Falles die Kontrolle über das Pferd sicher behalten und klar reagieren zu können und die Strategie in den Automatismus zu integrieren, damit man sie auf dem Pferd dann auch parat hat.


Unsere Gedanken sind wie ein Garten. Du kannst davon ausgehen, dass das, was Du säst, auch wachsen wird.

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